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Posts Tagged ‘Inselkirche’

Dirk Kohnert hat eine alte Schatulle mit Bildern seiner Eltern gefunden, die viele Jahre Dauergäste auf Langeoog waren. Er hat einige der Fundstücke aus den Jahren 1949 bis 1954 eingescannt und mich gebeten, diese hier zur Verfügung zu stellen. Über Kommentare von alteingesessenen Langeoogern und Interpreationen dessen, was man auf den Bildern sieht, freuen wir uns! (mehr …)

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Die folgende Schilderung ist dem Roman „Nichts ist als ich und du“ von Wilhelm Breves aus dem Jahr 1924 entnommen. Die Existenz eines Pastors Böttcher auf Langeoog ist vom Sachbuchautor Dr. Rudof Bielefeld bezeugt. In der nachfolgend zitierten Passage geht es um ein Dorf, dass sich zur Zeit der Handlung des Romans Anfang des 18. Jahrhunderts am östlichen Ende der Insel befunden haben soll.

„Als der Abend kam und seine Dämmerung über das Seegat zwischen Spiekeroog und Langeoog legte und über die Insel schlich, stand Pastor Christian Böttcher an der Stelle, wo einst das Dorf gelegen hatte und nur noch ein paar Bretter und zertretenes Gerät davon kündeten, dass hier vor kurzem noch Menschen gelebt und gehaust hatten: nur das Kirchlein hatten sie vergessen, wie die Pastorei, verlassen und arm an den Dünen, und der Sommerwind hatte den Sand bis an die Fenster geschüttet und vor die Türen gelagert und das Blumenbeet und den Grasplatz im Garten und das kleine Stück Gemüseland bedeckt. Es war alles so einsam und so kläglich, dass es dem Pastor vor Weh feucht in den Augenwickeln wurde und er sich umwandet, dem tröstenden, murmelnden Meer zu, das vom gleißenden Abendrot überflutet war. “ (Seite 39)

„Das neue Dorf – hier lag es im Osten, in die Dünen gebette, hier lagen die Hütten, notdürftig zusammen gezimmert, Ritzen mit Gräsern und Tang ausgestopft, mit Löchern im Dach, dass der Regen indie Kammer tropfen konnte. Der Rauch stieg bei einigen Katen aus allen Spalten. Langeoog, glückliches Langeoog! dachte Christian Böttcher bitter. Er sah schlampig gekleidete Frauen in ihren Krippen vom Boot kommen, die Wassereimer in der Hand. Er strich Kindern mit schmutzigen Stupsnasen über den struppigen Kopf; sie sahen ihn aus wasserblauen Augen an, grölten und liefen in die Hütten.“ (Seite 44/45)

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Rudolf Bielefeld verweist in seinem Buch „Langeoog – Die Insel und ihr Seebad“ von 1927 auf Seite 34 ausdrücklich auf den drei Jahre zuvor von Wilhelm Breves verfassten Roman „Nichts ist als ich und du“, in dem die „Schicksale und die Pastorisierung der Inselgemeinde“ im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts bildhaft dargestellt werden.  Bielefeld schildert diese Jahre in einer knappen Abhandlung wie folgt: „Die furchtbare Weihnachtsflut von 1717 war ein entsetzliches Unglück für die ganze ostfriesische Küste. Vor der Flut wollte man auf dem Ostende von Langeoog eine Kirche bauen, die 28 Fuß lang, 21 Fuß breit und 12 Fuß hoch werden sollte. Aus Strand- und Kollektengeldern hatte man für dieses kleine Gotteshaus einen kleinen Baufonds zusammengebracht. Kanzel und Altar waren schon in Arbeit gegeben. Ja, Georg Albrecht, Fürst von Ostfriesland, hatte sogar die Glocke vom Torfhause bei seinem Schlosse in Bernum der Inselgemeinde geschenkt.

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Diese Anekdote ist dem Buch „Langeoog – Die Insel und ihr Seebad“ von Dr. Rudolf Bielefeld entnommen, das 1927 erschienen ist: „Im Jahre 1856 wurden die esten Badekutschen am Strande aufgestellt. Großes Vergnügen bereitete den Herren namentlich die Kaninchenjagd. Verwilderte Kaninchen hausten schon seit undenklichen Zeiten in den Dünen. Wie sie dort hingekommen sind, ist nicht bekannt. Doch liegt der Schluss nache, dass einst das erste Paar einem Insulaner, der sich mit Kaninchenzucht befasst, entwischt ist. Die bewohnten bald in großer Zahl die bewachsenen Binnendünen; denn diese boten ihnen ein anheimelndes und dabei für ihre Grabungen sehr leicht zu bearbeitendes Gelände, in dem sie also leicht ihre Höhlen und Schlupflöcher herrichten konnten. Nahrung bot das Land in Fülle.  So vermehrten sie sich bald sehr. (mehr …)

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